Aktuell lfd. Studien

Möchten Sie an klinischen Studien zu Tic-Störungen und Tourette-Syndrom teilnehmen?

© V. Yakobchuk - fotolia.com

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Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Jede Studie gliedert sich in eine oder mehrere Studienvisiten, in denen verschiedene, auf die Studie zugeschnittene Untersuchungsmethoden angewandt werdden. Das können u.a. sein: Anamnesegespräche und Fragebogenerhebung (Kind und Eltern), bildgebende Verfahren (EEG und fMRT) zur Messung der Hirnaktivität, computergestützte Testverfahren oder Blutuntersuchungen zur Bestimmung hormoneller Parameter.
Alle Teilnehmer profitieren von der ausführlichen Diagnostik, an die wir bei Bedarf auch eine Behandlung in unserer Klinik anschließen können.


Studie Tic-Treatment

In der Therapie von Tics kommen sowohl pharmakologische als auch verhaltenstherapeutische Ansätze erfolgreich zur Anwendung. Für beide Interventionsformen existieren Evaluationsstudien mit positiven Ergebnissen. Allerdings fehlen bisher direkt vergleichende Daten, die zeigen, ob und in wie weit eine pharmakologische Intervention mit Tiaprid der verhaltenstherapeutischen Intervention durch Habit-Reversal-Training hinsichtlich ihrer kurz- und langfristigen Wirksamkeit sowie Sicherheit vorzuziehen ist oder umgekehrt. Ziel der geplanten Studie ist es somit, die kurzzeitigen Effekte beider Therapieformen erstmals vergleichend zu untersuchen.

Speziell für Familien, welche einen weiten Anfahrtsweg haben und dennoch von der Verhaltenstherapie profitieren möchten, wird eine tabletbasierte Variante angeboten. Hierbei wird die Behandlung online über eine sichere Verbindung durch einen der Therapeuten umgesetzt.

In dieser Studie werden sowohl betroffene als auch gesunde Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahren untersucht. Bei Betroffenen sollte die Behandlungsindikation der Tic-Störung vorhanden sein, wobei die Wahl der Therapieform dem Probanden sowie dessen Eltern überlassen bleibt. Die Studie umfasst 2  EEG-Termine im Abstand von 10 Wochen (vor Beginn und 10 Wochen nach der erfolgten Tiaprid- bzw. Habit-Reversal-Therapie).
Weiterführende Informationen_für_Studienteilnehmer-Eltern

Ansprechpartner: Herr M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Tel. +49 (0)351 458 – 7168


TicGenetics – Studie zu genetischen Hintergründen von Tic-Störungen

Das Ziel dieser internationalen Studie ist es, genetische Faktoren ausfindig zu machen, die bei bestimmten Personen das Auftreten von Tic-Störungen und anderen, verwandten Störungen verursachen können. Dafür wollen wir Familien untersuchen.
Für die Studie ist es wichtig, dass sowohl erkrankte (ab 3 Jahren) als auch gesunde Familienmitglieder an der Studie teilnehmen. Nach einem ausführlichen Telefoninterview, bei dem wir einen Familienstammbaum erstellen und die Zahl der betroffenen Familienmitglieder herausfinden wollen, erhalten Sie ein Fragebogenpaket, welches Sie zu Hause ausfüllen. Im Anschluss findet ein Termin im Universitätsklinikum statt, bei dem sowohl die Fragebögen besprochen als auch die Blutentnahmen für die Untersuchung der relevanten genetischen Marker gemacht werden.
Weiterführende Informationen findet Sie hier:

Ansprechpartner: Herr M. Sc. Psych. Benjamin Bodmer
Tel. +49 (0)351 458 – 7168

Studieninformation als  pdf


Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Die Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sucht Patienten mit Tourette-Syndrom/Tic-Störung, die an Studien teilnehmen möchten.

Untersuchung zum Vorgefühl von Tics bei Patienten mit Gilles de la Tourette-Syndrom

Hiermit möchten wir Sie auf eine Studie, die aktuell in der Tourette-Sprechstunde an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt wird, aufmerksam machen.

Im Rahmen dieser Studie soll das Vorgefühl vor Tics bei Patienten mit Tourette-Syndrom (TS) und anderen chronischen primären Tic-Störungen untersucht werden. Das Vorgefühl scheint für die Tic-Entstehung von entscheidender Bedeutung zu sein. Es wird diskutiert, ob das Vorgefühl das Kernsymptom der Erkrankung darstellt und die Tics lediglich als Reaktion auf das Vorgefühl zu verstehen sind, um dieses zu vermindern.

Diese Studie wurde entwickelt, um weitere Erkenntnisse zum Vorgefühl vor Tics zu gewinnen. Für diese Studie suchen wir Personen, bei denen die Diagnose eines Tourette-Syndroms oder einer anderen chronischen Tic-Störung (etwa eine chronische motorische Tic-Störung) ärztlicherseits eindeutig gestellt wurde. Teilnehmen kann jeder ab einem Alter von 18 Jahren.

Die Teilnahme erfolgt online, ist anonym und dauert einmalig circa 45 Minuten. Eine Anreise nach Hannover ist für die Studienteilnahme nicht notwendig. Jeder Studienteilnehmer, der den Online-Fragebogen vollständig ausfüllt, erhält eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25€ in Form eines Amazon-Gutscheines. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an dieser Studie teilnehmen!

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

E-Mail: jana.essing@stud.mh-hannover.de

Telefon: (0511) 532-5527

Direkter Link zur Studie: https://www.soscisurvey.de/tourette-vorgefuehl/


Studie zur Behandlung des Tourette-Syndroms mit dem Cannabis-basierten Medikament SATIVEX®

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Cannabis bzw. Medikamente auf Cannabisbasis – wie Dronabinol und Sativex – zu einer deutlichen Verbesserung zahlreicher Symptome des Tourette-Syndroms führen. Bisher wurden weltweit allerdings nur 2 kleine Studien durchgeführt, in denen die Wirkung und Verträglichkeit von Dronabinol (THC) bei erwachsenen Patienten mit Tourette-Syndrom nachgewiesen wurde. Die Krankenkassen lehnen eine Kostenübernahme für diese Medikamente häufig mit dem Hinweis ab, dass die Wirksamkeit noch nicht erwiesen sei. Viele Personen mit Tourette-Syndrom führen daher eine (legale oder illegale) Selbsttherapie mit Cannabis durch.

Frau Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) plant eine große Studie, in der die Wirkung und Verträglichkeit des Cannabis-basierten Medikamentes SATIVEX® (Nabiximols: Kombination aus THC (=Tetrahydrocannabinol) und CBD (=Cannabidiol)) bei erwachsenen Personen mit Tourette-Syndrom untersucht werden soll. Damit die Studie aussagekräftig ist und die Kostenerstattung durch die Krankenkassen erleichtert wird, sollen insgesamt 96 Patienten in 5 großen deutschen Tourette-Zentren (Hannover, Lübeck, München, Ulm, Aachen) teilnehmen. 2/3 der Patienten werden für 3 Monate mit SATIVEX® behandelt, 1/3 der Patienten erhält zunächst ein Placebo (Scheinmedikament) – zu einem späteren Zeitpunkt ist aber ebenfalls eine 3-monatige Behandlung mit SATIVEX® möglich. Selbstverständlich ist die Studienteilnahme kostenfrei.

Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde der Antrag auf Förderung einer Studie zur Prüfung der Wirksamkeit des Cannabismedikamentes Sativex, initiiert von Frau Prof. Kirsten Müller-Vahl von der Medizinischen Hochschule Hannover, bewilligt. Patienten mit chron. Tic-Störung bzw. Tourette-Syndrom können sich weiter auf einer „Interessierten-Liste“ eintragen lassen. Der Beginn der Studie ist für 2018 vorgesehen. Alle Interessenten werden vor dem Start benachrichtigt.

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihr Vorname (Pflichtfeld)

Strasse-Nr (Pflichtfeld)

PLZ (Pflichtfeld)

Ort (Pflichtfeld)

Telefon (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ich habe Interesse an einer Studie mit dem Cannabis-basierten Medikament SATIVEX® teilzunehmen und bitte um Aufnahme in Ihre Liste. Ich bin einverstanden, das sich die MH Hannover mit mir in Verbindung setzt.

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Studie zu Wutausbrüchen beim Tourette-Syndrom

Hiermit möchten wir Sie auf eine Studie, die aktuell in der Tourette-Sprechstunde an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt wird, aufmerksam machen.

Untersuchung von Wutausbrüchen bei Patienten mit Gilles de la Tourette-Syndrom im Vergleich zu einer gesunden Kontrollstichprobe anhand des Rage Attack Questionnaire (RAQ)

Im Rahmen dieser Studie sollen Wutausbrüche vergleichend bei Patienten mit Tourette-Syndrom (TS) und Gesunden untersucht werden. Experten glauben, dass Menschen mit Tourette-Syndrom häufiger und intensiver Wutausbrüche erleben als gesunde Menschen. Diese Einschätzung basiert lediglich auf klinischen Erfahrungen. Bisher wurde dies nicht speziell untersucht. Daher wurde für diese Studie der so genannte „Rage Attack Questionnaire“ – kurz RAQ – entwickelt, um ein diagnostisches Instrument für die Charakterisierung von Wutausbrüchen zur Verfügung zu haben. Mit dieser Studie werden zugleich die Gültigkeit und die Messgenauigkeit des RAQ überprüft.

Wir suchen daher für unsere Tourette-Syndrom- Stichprobe Teilnehmer, die am Tourette-Syndrom erkrankt sind.
Teilnehmen kann jeder ab einem Alter von 18 Jahren. Die Teilnahme erfolgt online, ist anonym und dauert circa 15 bis 20 Minuten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen und als Tourette-Betroffener einfach an der Studie unter https://www.soscisurvey.de/RAQ/ teilnehmen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter der Emailadresse: kayser.lena@mh-hannover.de oder telefonisch unter der (0511)532-5524 zur Verfügung.


Studie zur Therapie mit dem Online Habit-Reversal-Training (HRT)

MHH startet Online-Intervention zur Behandlung von Tic-Störung und Tourette-Syndrom. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat in Zusammenarbeit mit Minddistrict eine Online-Intervention zur Behandlung von Tic-Störung und Tourette-Syndrom entwickelt. Das in der Face-to-face-Behandlung bewährte Habit Reversal Training (HRT) wurde dabei zu einem internetbasierten Therapieangebot weiterentwickelt. Die Wirksamkeit dieses Online-Trainings ‚Online Tics‘ wird ab jetzt in einer randomisierten kontrollierten Studie überprüft.

Betroffene, die an einer Teilnahme interessiert sind, können zu Frau Professorin Dr. Kirsten Müller-Vahl Kontakt aufnehmen:

Kontakt:
Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl
Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie
Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Tel.:05115323551/-5258

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihr Vorname (Pflichtfeld)

Strasse-Nr (Pflichtfeld)

PLZ (Pflichtfeld)

Ort (Pflichtfeld)

Telefon (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ich habe Interesse daran an der Studie zur Therapie mit dem Online Habit-Reversal-Training (HRT) teilzunehmen und bitte um Aufnahme in Ihre Liste. Ich bin einverstanden, das sich die MH Hannover mit mir in Verbindung setzt.

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Studie Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung des Tourette-Syndrom

Die Tiefe Hirnstimulation ist eine moderne operative Behandlung, bei der dem Patienten Elektroden ins Gehirn implantiert werden, um neurologische oder psychiatrische Erkrankungen wie M. Parkinson, Zittern, Dystonie, Zwangsstörung und Kopfschmerz zu behandeln. Das populär Hirnschrittmacher genannte System führt durch minimale elektrische Impulse zu einer Stimulation eng umgrenzter Hirnareale und kann dadurch krankheitsbedingte Fehlsteuerungen des Gehirns korrigieren. Weltweit wurden in den letzten Jahren ca. 50.000 Patienten mit einem solchen Hirnschrittmacher operativ behandelt.

Seit wenigen Jahren mehren sich Hinweise, dass die Tiefe Hirnstimulation auch für Patienten mit schwerem Tourette-Syndrom, bei denen andere Therapien erfolglos blieben, eine sinnvolle und wirksame Behandlungsalternative darstellt. An der Medizinischen Hochschule Hannover wird nun unter Leitung von Frau Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl (Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie) und Herrn Prof. Dr. Joachim Krauss (Neurochirurgische Klinik) eine Studie zur Tiefen Hirnstimulation bei Menschen mit schwerem Tourette-Syndrom durchgeführt. Die Studie soll klären, ob, in welchem Ausmaß und bei welchen Symptomen die Tiefe Hirnstimulation bei Patienten mit Tourette-Syndrom wirksam ist.

Volljährige Patienten, bei denen ein ausgeprägtes Tourette-Syndrom besteht, können sich zur Beratung hinsichtlich einer Tiefen Hirnstimulation und einer Studienteilnahme mit uns in Verbindung setzen (Tel.: 05115323551, E-mail: mueller-vahl.kirsten@mh-hannover.de) oder einen persönlichen Vorstellungstermin in der Tourette-Sprechstunde (Tel.: 05115323551) vereinbaren.


Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Gesunde Probanden für die Studie „Tourette-Syndrom und Allergie“ gesucht

Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss von allergischen Reaktionen auf die Symptomatik und Therapiemöglichkeiten des Tourette-Syndroms zu untersuchen. Zum Abschluss der Studie werden dringend noch gesunde Probanden (Lebenspartner, Freunde, Angehörige) gesucht.

– > Weitere Informationen zur Studie

Studie Transkranielle Gleichstromstimulation (transcranial direct current stimulation – tDCS) beim Tourette-Syndrom

Studieninformation pdf


Universitätsklinikum Köln

Studienübersicht – Tiefe Hirnstimulation


Universitätsklinikum Lübeck

Probanden für Studie gesucht, die derzeit Tics haben, oder in der Kindheit Tics hattenInformationsschreiben_P

Für eine Studie zur Untersuchung von Lernprozessen suchen wir Erwachsene mit Tics, sowie Erwachsene, die im Kindesalter (<18 Jahren) Tics hatten und nun keine mehr haben.

Die Studie dauert 3 Stunden, die Fahrtkosten werden erstattet (Kosten des Bahntickets bzw. 30ct/km bei der Anfahrt mit dem Auto). Zusätzlich erhalten Sie die Möglichkeit, während einer Computeraufgabe Geld zu erspielen (bis zu 7 Euro). Die Studie findet im Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM) auf dem Campus der Universität Lübeck statt (Marie-Curie Straße) und wird von der AG Münchau des Instituts für Neurogenetik durchgeführt.

Die Studie ist nicht-invasiv und nicht schmerzhaft und benutzt ein Verfahren namens „Transkranielle Magnetstimulation“ (TMS). Hier wird mit einer Spule ein Magnetpuls am Kopf gegeben, über dem so genannten motorischen Cortex, einem Areal das für Bewegungen verantwortlich ist. Durch die Anregung dieses Areals wird ein Muskel an der Hand zum Zucken gebracht. Indem wir dies mit schmerzfreier, elektrischer Stimulation an der Hand kombinieren, können die Nerven vorübergehend dazulernen. Das Ausmaß dieses synaptischen Lernens wollen wir messen, da es sich bei Menschen mit und ohne Tics unterscheidet. Außerdem wird eine Memory-ähnliche Aufgabe am Computer durchgeführt, bei der das Lernen und Verlernen von Verhaltensmustern untersucht wird.

Voraussetzungen sind, dass Sie:

–          keinen Herzschrittmacher oder Metallimplantate im Körper haben
–          nicht unter Epilepsie leiden
–          keine anti-dopaminerge Medikation einnehmen
–          keine Migräne haben
–          nicht schwanger sind

Bei Interesse oder für weitere Informationen schreiben Sie gerne eine Mail an
forschung.neurogenetik@gmail.com

Weitere Informationsschreiben Informationen zur Studie


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